Ihr wollt die perfekte vegane Spaghetti Bolo? Tadaa: Mit Walnüssen (für die krümelige Konsistenz) und Champignons (für viel umami) gelingt einen ebenwürdige vegane Variante zum Original.
Aber Moment mal: Walnüsse? Echt jetzt? Kann doch nicht schmecken… Dachte ich auch, bis ich es ausprobiert habe. Habt Mut zur Lücke und testet das Rezept aus. Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen!
Zutaten
Okay, was macht nun eine wirklich gute vegane Spaghetti Bolo aus?
- Sie sollte würzig, vollmundig und gehaltvoll schmecken. Etwas deftig ist auch okay.
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Geschmack und Konsistenz sollte wie das "Original" mit Hackfleisch sein oder zumindest sehr ähnlich.
- … und irgendwie muss sie an die Bolo aus der eigenen Kindheit erinnern. Geht euch das nicht auch so?
Unterm Stich zusammengefasst: Man sollte einfach nicht genug von ihr bekommen. Ganz ehrlich: All das finde ich in diesem Rezept wieder!
Veganisierung mit Walnuss-Pilze-Granulat?
Die meisten Zutaten einer Bolognese sind bereits rein pflanzlich wie Karotten, Staudensellerie oder den passierten Tomaten. Aber wie bekommt man bloß das Hackfleisch ersetzt? Eine gängige Varianten für eine vegane Spaghetti Bolognese basieren auf Tofugranulat oder auf klein-geriebenen Naturtofu. Wer aber keinen Tofu verträgt oder einfach mal etwas "Neues" ausprobieren möchte, findet in diesem Rezept eine wie ich finde sehr interessante Variante ohne Soja.
Die Walnusskrümel haben in der Sauce die Aufgabe, die körnige Konsistenz von angebratenem Hack zu imitieren. Die Pilze sorgen mit ihrem unverwechselbaren Geschmack für gaaanz viel umami.
Dabei werden die Walnusskerne und Champignons für ein paar Sekunden in einem Standmixer zerkleinert. Da die Pilze deutlich weniger Zeit zum Zerkleinern benötigen, werden erst die Nüsse in den Mixer gegeben und kurz vor dem Ende kommen die Pilze hinzu. Tipp: Ich benutzen einen Mixer von Ninja, der im Gefäß auf drei unterschiedlichen Höhen Doppelklingen hat. Das ist besonders bei großvolumigen Zutaten (wie den Pilzen) praktisch. Allerdings kann man das Granulat ebenso mit einem großen Messer und etwas Geduld zerkleinern - funktioniert dann ganz ohne Strom und ist bei einem Messer aus Metall, Holz oder Keramik sogar plastikfrei.
- Champignons zerkleinern, so dass diese in den Mixer passen.
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Karotten, Sellerie und Paprika fein würfeln.
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Zwiebeln und Knoblauch würfeln.
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Basilikumblätter abzupfen.
Walnuss-Pilze-Granulat
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Walnusskerne in einem Standmixer (alternativ Mörser oder Messer) klein häckseln, so dass ein grobes Granulat entsteht.
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Danach die Champignons zugeben und ebenfalls kurz mixen.
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Karotten, Stauensellerie, Paprika & Zwiebel in einer Pfanne 3 Min. anbraten.
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In der Mitte eine kleine Fläche frei machen, darin 2 EL Öl verteilen und den Knoblauch für 30 Sek. anbraten.
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Nuss-Pilz-Granulat hinzugeben und 3 Minuten mitbraten.
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Tomatenmark einrühren.
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Mit passierten Tomaten ablöschen und für 30 Minuten köcheln lassen.
- Das Wasser zum kochen bringen und Salz hinzugeben.
- Die Spaghetti nach Packungshinweis al dente kochen.
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Alle Zutaten für diesen Schritt in die Sauce geben.
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Die Nudeln mit einem 1/3 der Sauce vermengen. Die restliche Sauce zum Servieren beistellen.
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Dazu passt selbstgemachter veganer Parmesan. In meinem Rezept für Spaghetti Carbonara findet ihr unter Schritt 2, wie man in nur 5 Minuten mit vier Zutaten veganen Parmesan herstellt.
Tipps
Kochzeit der Bolognese:
- Häufig ließt man, dass eine gute Bolo möglichst lange gekocht werden muss, damit der Geschmack sich entfalten kann. Manche reden von über 2 Stunden. Bei diesem Rezept finde ich aber 30 Minuten am besten. Probiert am besten selber aus, was euch am besten mundet.
- Je länger die Kochzeit, desto milder wird der Geschmack des Staudenselleries und desto süßer werden die Karotten.
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